Insecta Urbanica

ca. 160 Objekte aus Fundstücken, Forschungstisch, Texte, Fotos, Zeichnungen, gefakte Zeitungsartikel, Morphologie- und Abstammungstafel, Puppen, Gelege, Großflügler

Zu jeder Art gibt es ein Habitatfoto, eine Verhaltensbeschreibung, einen deutschen und wissenschaftlichen Namen. Die Arten sind in Gattungen zusammengefasst. Auch hier gibt es Verhaltensbeschreibungen.
Viele der Kästen fassen die Insecta-Urbanica-Gattungen zusammen. Hier der Aufbau im Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig. Allerdings ohne Forschungstisch.
Westlicher Tarzan (Explorator subobscurus)
Kurze Entfernungen am Boden legt der Tarzan durch gekoppelte, meterweite Sprünge zurück. Er klettert und hangelt oft nur mit den Vorderbeinen und nutzt hängende Kabel, die er in Schwingung versetzt, als Transportmittel. Gerade bei der aufregenden Balz kommt es jedoch zu bedauerlichen Fehleinschätzungen der Distanzen und nach den Imponiervorstellungen müssen einige Insecta dem Konkurrentenfeld den Vortritt lassen.

Die Megapteridae-also die Großflügler. Kotflügel von Corsa und Twingo ...
Aufbau im fürstlichen Schmetterlingsgarten in Bendorf-Sayn.
Alle Insecta Urbanica mit Familien- und Arttexte gibts im Buch "Leben im Verborgenen". Erschienen im Arthellweg-Verlag.


Selbstversorger (Magister autonutrix)
Man kann die Rückenkugel des Selbstversorgers als Miniatur-Gewächshaus bezeichnen. In dem feuchten und warmen Mikroklima gedeihen Algen und werden vom Urbanica regelmäßig bis auf kleine Restbestände abgeerntet. Dazu wird der hellblaue Magen des Insectas umgestülpt und in die Kugel geschoben. Zum wässern des Gartens kann die Kugel abgenommen werden.

Dickkopf (Luxgenerator taurinus)
Der Dickkopf ist ein exzellenter Flieger und patrouilliert tagsüber an seinen Luftreviergrenzen entlang. Gelegentlich kommt es zu Imponierflügen mit Rivalen und bei länger andauernden Auseinandersetzungen auch zu Luftkämpfen. Dabei rasen die Insecta im Sturzflug aufeinander zu und prallen mit den Hörnern aufeinander. Die Rückenblitzer flirren bei diesen Streitereien.



Diogenes (Pirata dracens)
Der Diogenes lebt einsiedlerisch in ungenutzten Blumentöpfen. Er deckt seinen Energiebedarf über Außensteckdosen, in die er seine Fühler schiebt. Während der spektakulären Balz erhöht sich der Energiebedarf. Beide Geschlechter können ihre transparenten Hälse wie Glühbirnen aufleuchten lassen und über den spiralförmigen Oberkiefer werden Funkenregen abgegeben.



Elfenblaue Nixe (Aquamathleta indigo belgicum)
Die Fortbewegung dieses Wasserbewohners erfolgt über silberne Antriebskörper, die nach dem Rückstoßprinzip funktionieren. Der gut ausgeklügelte Antrieb ermöglicht es der Nixe auf der Wasseroberfläche entlang zu schießen und aus dem Wasser heraus zu schnellen. Bei der Balz werden beeindruckende Sprünge mit mehrfachen Drehungen und Schrauben gezeigt.


Clementine (Niger pulgaris)
Die Clementine hat sich in Verhalten und Ernährungsgewohnheiten auf Waschsalons und Waschkeller spezialisiert. Sie frisst Waschpulver, wozu sie auch in Waschmittelautomaten eindringt. Hinter den Waschmaschinen legt sie meist mehrere hängende Schlafkammern an, die sie aus vergessenen Socken formt. Gerne nutzt sie die Vibration des Schleuderganges, um eine Weile zu ruhen.
Buckelweißling (Leptosomus lilienthalensis turciae)
Der Buckelweißling lebt in Rohbauten. Die beiden Propeller, die aus seinem Rücken wachsen, können in verschiedenen Geschwindigkeitsstufen betrieben werden. Während die kleinste Stufe dem Insecta nur ein wenig Luft zufächelt, erlaubt die höchste Stufe ihm ein langsames Schweben an windstillen Tagen.

Drei Arten wurden im November 2014 im Songjiang Art Museum in Shanghai gesichtet: Die "Cruxmajor" (oberes Bild) haben es bis in die dortigen Kunstzeitschriften geschafft.
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Insecta-Urbanica Forschung

Die "Feldforschung" ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Auch in stadtfernen Gebieten finde ich zahlreiche Arten in unterschiedlichen Habitaten.

Der Forschertisch ist nicht nur mit einem Binokular ausgerüstet, Messinstrumente, Forschergläser und Präparationswerkzeuge sind genau so notwendig.
 Forschungsaufbau zur Untersucheung der neu entdeckten Individuen. Neben Belastungstests stehen Ausdauer- und einfache Kopfrechenaufgaben auf dem Programm.
 Die Puppen der einzelnen Arten sind nur schwer voneinander zu unterscheiden.
 Gelege von verschiedenen Großflügler-Arten. Unten "Roter Corsar" und "Milchstraßensegler".
Neu entdeckte Art mit Typenschildern: